Ein guter Buchhalter spart Geld und Nerven: Wie wählt man den richtigen aus?

Ein zuverlässiger Buchhaltungspartner ist nicht nur ein Kostenfaktor – er ist eine Investition, die Ihnen Sicherheit und Zeit für das Wachstum Ihres Unternehmens verschafft. In der Anfangsphase kommen Sie als Selbstständiger vielleicht noch mit einer Excel-Tabelle aus, doch mit der Umsatzsteueranmeldung ändern sich die Spielregeln. Woran erkennen Sie einen Profi, der für Sie die Fristen im Auge behält und Ihnen nicht nur bei den Steuern Geld spart?

Wann lohnt es sich nicht mehr, die Buchhaltung selbst zu erledigen?

Die Buchhaltung selbst zu führen, ist nur in der Anfangsphase einer gewerblichen Tätigkeit sinnvoll: wenn Sie nur wenige Belege haben, nicht umsatzsteuerpflichtig sind und Pauschalausgaben oder die Pauschalsteuer nutzen. Sobald das Geschäft jedoch wächst, steigt auch das Risiko kostspieliger Fehler.

Sobald die Aufträge zunehmen, die Kosten steigen oder Si sogar Mitarbeiter einstellen, ist es ratsam, die Buchhaltung in die Hände von Fachleuten zu legen.

Sobald Sie also das Gefühl haben, dass die Buchhaltung Ihnen wertvolle Zeit und Energie raubt, die Sie in die Entwicklung Ihres Unternehmens investieren könnten, ist es höchste Zeit, diese Aufgabe zu delegieren.

Wann kommt der Wendepunkt?

  • Wachstum und Umsatzsteuerpflicht: Nähern Sie sich als Selbstständiger der Grenze für die obligatorische Umsatzsteuerregistrierung? In diesem Moment kommen die Kontrollmeldungen ins Spiel, die Fristen verkürzen sich unaufhaltsam und der Verwaltungsaufwand steigt sprunghaft an.
  • Ausländische Kunden und identifizierte Person: Haben Sie begonnen, Dienstleistungen ins Ausland zu verkaufen, Werbung auf Facebook oder Google zu schalten oder haben Sie eine Lizenz für Canva oder eine andere ausländische Software aus einem EU-Land erworben? Dann werden Sie zu einer sogenannten identifizierten Person. Der Verwaltungsaufwand wird schlagartig komplizierter und eventuelle Fehler werden teuer.
  • Zeit ist Geld: Der Papierkram kostet Sie Stunden, die Sie viel besser für die Arbeit für Ihre Kunden oder den Ausbau Ihres Unternehmens nutzen könnten.

Selbstständige Buchhalterin oder Buchhaltungsbüro?

Wenn Sie sich entscheiden, die Buchhaltung auszulagern, stehen Sie vor der Wahl: Freiberufler oder etabliertes Unternehmen? Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile, und für Sie als Selbstständiger können beide Varianten geeignet sein. Es hängt von Ihren Präferenzen ab.

Freiberuflicher Buchhalter

  • Vorteile: Persönlicher und informeller Umgang, direkte Kommunikation (Sie wissen immer, wen Sie anrufen), oft etwas günstigere Preise.
  • Nachteile: Begrenzte Kapazität. Wenn der Buchhalter z. B. während der Steuererklärungssaison krank wird oder in den Ruhestand geht, haben Sie ein Problem. Auch die technische Ausstattung ist nicht immer auf dem neuesten Stand.

Steuerberatungskanzlei

  • Vorteile: Vertretbarkeit. In einer Buchhaltungskanzlei übernimmt immer jemand Ihren Fall. Sie haben Spezialisten für verschiedene Bereiche (Lohnbuchhaltung, Mehrwertsteuer, internationale Besteuerung) im Team, verfügen über festgelegte Kontrollmechanismen und arbeiten in der Regel mit moderner Software.
  • Nachteile: Höhere Anfangskosten und manchmal ein etwas formellerer Umgang.

Wie wählen Sie den richtigen Buchhalter für Ihr Unternehmen aus?

Bei der Auswahl eines Buchhalters geht es nicht nur darum, wer Ihre Steuererklärung ausfüllt. Sie suchen einen zuverlässigen Partner, der Ihnen den Rücken freihält. Fragen Sie daher nach folgenden Punkten:

  • 1

    Erfahrung und Referenzen: Hat er Erfahrung in Ihrer Branche? Ein E-Shop-Betreiber hat andere Anforderungen als ein IT-Berater. Fragen Sie andere Selbstständige nach persönlichen Empfehlungen. Zertifizierungen oder Mitgliedschaften in Berufsverbänden sind ebenfalls von Vorteil.

  • 2

    Transparente Preisgestaltung: Sie sollten genau wissen, wofür Sie bezahlen. Zahlen Sie eine Pauschale für die Dienstleistung oder pro Buchungsvorgang? Was ist im Preis inbegriffen und wofür fallen zusätzliche Kosten an (z. B. Vertretung bei Behörden)? Lassen Sie sich von mehreren Buchhaltern Angebote erstellen, die Sie dann vergleichen können.

  • 3

    Proaktivität und Beratung: Ein guter Buchhalter ist nicht nur ein „Rechnungsabschreiber“. Er macht Sie auf die bevorstehende Umsatzgrenze für die Mehrwertsteuer aufmerksam, berät Sie bei der Steueroptimierung und schlägt Ihnen bessere Vorgehensweisen vor. Kommunikation ist die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, damit Sie Fragen stellen können und der Buchhalter innerhalb einer angemessenen Zeit darauf reagiert.

  • 4

    Digitalisierung und Technologie: Heutzutage sollten Sie Ihre Rechnungen nicht mehr in einem Schuhkarton aufbewahren. Verlangen Sie ein Online-Buchhaltungssystem, die elektronische Erfassung von Belegen, die Automatisierung von Routineaufgaben (z. B. den Abgleich von Bankzahlungen) und vielleicht sogar Finanzberichte aus der Buchhaltung.

  • 5

    Vertrag und Haftpflichtversicherung: Die Zusammenarbeit sollte immer auf einem Vertrag basieren, der den Leistungsumfang, den Preis, die Haftung für Fehler und die Art der Kommunikation festlegt. Ein Profi verfügt zudem über eine Haftpflichtversicherung, die Ihnen beispielsweise Strafzahlungen beim Finanzamt erstattet, falls diese durch Verschulden des Buchhalters entstanden sind.

TIPP: Die Buchhaltung ist ein Bereich, in dem sich die Gesetzgebung jedes Jahr ändert. Ein guter Buchhalter muss die Methoden der Finanzverwaltung oder die Auslegung von Gesetzen verfolgen. Gleichzeitig ist es ein Bereich, der mit dem Aufkommen der KI auch einen gewissen technologischen Wandel durchläuft. Ein guter Buchhalter sollte diese Veränderungen berücksichtigen.

Kommunikation ist die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit sollte immer auf einem Vertrag basieren, der den Leistungsumfang, den Preis, die Haftung für Fehler und die Art der Kommunikation festlegt. Wie läuft die Zusammenarbeit mit Buchhaltern in der Praxis ab?

Die Gestaltung der Zusammenarbeit erfolgt in klaren Schritten, damit Sie von Anfang an wissen, woran Sie sind:

  • Erstgespräch: Der Buchhalter sollte Ihr Unternehmen und Ihre Bedürfnisse verstehen.
  • Festlegung der Zusammenarbeit: Leistungsumfang, Preise und Abläufe.
  • Regelmäßige Übermittlung von Belegen: Sie vereinbaren mit den Buchhaltern, in welchen Abständen Sie ihnen Rechnungen, Quittungen und andere Buchhaltungsbelege übermitteln.
  • Bearbeitung und Prüfung der Belege: Ein Fachmann prüft die Richtigkeit der Rechnungen, weist Sie auf eventuell fehlende Angaben hin und verbucht alles laufend.
  • Ergebnisse: Berichte, Umsatzsteuer, Steuererklärungen, Jahresabschlüsse.
  • Laufende Beratung: Besprechung von Änderungen, Planung weiterer Schritte, Hinweis auf mögliche Risiken.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl eines zuverlässigen Partners achten?

Als Selbstständiger sollten Sie bestimmte Dinge nicht tolerieren. Wenn Sie auf die folgenden Anzeichen stoßen, suchen Sie sich lieber woanders nach Buchhaltungsdienstleistungen um:

  • Verdächtig niedriger Preis: Das bedeutet oft, dass der Buchhalter Quantität vor Qualität stellt, keine Zeit für eine individuelle Betreuung hat und im Preis keine Rücklagen für Versicherungen oder Fortbildungen einkalkuliert hat.
  • Fehlender Vertrag: Arbeiten Sie niemals ohne einen schriftlichen Vertrag zusammen, der den Rahmen der Zusammenarbeit sowie die Haftung für Fehler festlegt.
  • Der „tote Käfer“: Die Umsatzsteuerfrist rückt näher und Ihr Buchhalter geht schon seit drei Tagen nicht mehr ans Telefon und beantwortet keine E-Mails? Das ist ein Albtraum, den Sie als Unternehmer vermeiden wollen.

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